Was bringt die Sonde gegenüber der Luft-Wasser-Anlage?
Rund 330 € Strom im Jahr bei 20.000 € Mehrpreis, gerechnet für ein Haus in Hochstadt.
Beispiel. Angenommen, Ihr Haus in Hochstadt braucht im Jahr 18.000 kWh Wärme, und Sie heizen mit Heizstrom zu 29,0 ct/kWh, BDEW vom 01.10.2026. Für die Effizienz setzen wir die Mittelwerte aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE an: 3,4 bei 49 Außenluftanlagen, 4,3 bei 13 Erdsonden.
| Posten |
Luft-Wasser |
Sole mit Erdsonde |
| Marktpreis mit Einbau, Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026 |
36.000 € |
ca. 56.000 € |
| Zuschuss bei 46 % auf 28.000 €, Antrag bis 31.01.2027 |
12.880 € |
12.880 € |
| Bleibt, rechnerisch |
23.120 € |
43.120 € |
| Strom im Jahr, rechnerisch |
5.300 kWh, 1.540 € |
rund 4.190 kWh, rund 1.210 € |
| Rechnerische Nutzungsdauer laut BBSR |
18 Jahre |
20 Jahre, Sonde mindestens 50 Jahre |
Weil beide Anlagen über der Höchstgrenze von 28.000 € liegen, gleicht der Zuschuss den Abstand nicht aus. In 18 Jahren kommen rechnerisch rund 6.000 € Stromvorteil zusammen, der Mehrpreis von 20.000 € bleibt damit weitgehend stehen.
Für die Sonde sprechen andere Dinge. Ein Außengerät fällt weg, das hilft auf engen Grundstücken beim Schall zum Nachbarn, und die Sonde hält länger als das Gerät. Ist Ihnen das den Aufpreis wert, planen wir sie gern, sonst raten wir auch in Maintal zur Luft-Wasser-Anlage.
Ein Erdkollektor hilft dabei selten weiter. Die Marktumfrage nennt dafür ca. 54.000 €, und je 100 m² Wohnfläche braucht er 150 bis 200 m² Gartenfläche in 1 bis 1,5 m Tiefe. Der hessische Erlass zu den Sonden gilt für Kollektoren nicht, was die Wasserbehörde dafür verlangt, klären wir im Einzelfall.
Bei beiden Bauarten gilt die Regel für den Vorlauf, also die Temperatur, mit der das Wasser zu den Heizkörpern läuft. Als Ziel nennt die Verbraucherzentrale höchstens 55 °C, je Grad weniger sinken die Stromkosten um 2 bis 4 %. Wie Sie das an Ihren Heizkörpern testen, erklären wir dort.