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Erdsonde Tiefe: Geöffneter Brunnenschacht mit runder Betonabdeckung im Rasen, Hände eines Monteurs am Schachtrand
Heizungstechnik für Frankfurt und Umgebung

Erdsonde: Wie tief wird in Hessen gebohrt?

Erdsonden bleiben in Frankfurt und Hessen meist unter 100 m. Die BWP-Regel rechnet mit 45 W/m, das Frankfurter Gutachten mit 25 W/m, und daraus ergeben sich Ihre Bohrmeter.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-frankfurt-am-main.de

Eine Erdsonde reicht in Hessen meist nicht tiefer als 100 m, so beschreibt es das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Ein Einfamilienhaus braucht aber oft mehr Bohrmeter, als eine einzelne Sonde dieser Tiefe abdeckt. Deshalb verteilen wir die Länge häufig auf zwei bis vier Sonden.

Die Zahl der Bohrmeter ergibt sich aus der Heizleistung der Wärmepumpe und der Entzugsleistung, also der Wärme, die sich je Meter Sonde dauerhaft aus dem Boden entnehmen lässt. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) rechnet als Faustregel mit ca. 45 W/m. Das Fachgutachten zum Frankfurter Wärmeplan (August 2026) setzt 25 W/m an, und das verändert die Rechnung erheblich.

Wie viele Bohrmeter braucht eine Wärmepumpe je kW?

Je kW Heizleistung sind es rechnerisch 16,7 m bei 45 W/m und 30 m bei 25 W/m. Angenommen ist eine Jahresarbeitszahl von 4, also 4 kWh Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel.

Heizleistung Entzug aus dem Boden Bohrmeter bei 45 W/m Bohrmeter bei 25 W/m Aufteilung bei 25 W/m
6 kW 4,5 kW 100 m 180 m 2 Sonden je 90 m
8 kW 6,0 kW 133 m 240 m 3 Sonden je 80 m
10 kW 7,5 kW 167 m 300 m 3 Sonden je 100 m
12 kW 9,0 kW 200 m 360 m 4 Sonden je 90 m

Gerechnet haben wir nach der Formel Heizleistung × (1 − 1 ÷ Jahresarbeitszahl) ÷ Entzugsleistung, Stand 11/2026. Die Zeile mit 6 kW und 45 W/m entspricht der BWP-Regel von 100 m Bohrung je 100 m² Wohnfläche. Ihre Heizleistung kommt aus der Heizlast des Hauses, die wir raumweise rechnen; den Weg dorthin beschreiben wir unter Wärmepumpe Größe und Heizlast.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE (Auswertung 2024) lagen Erdsonden im Mittel bei einer Jahresarbeitszahl von 4,3, die Spanne reichte von 3,6 bis 5,4 in 13 Anlagen. Mit einer anderen Jahresarbeitszahl ändert sich der Anteil aus dem Boden nur wenig. Die Entzugsleistung wirkt viel stärker auf die Bohrmeter.

Warum liegen 25 und 45 W/m so weit auseinander?

Die Entzugsleistung ist kein Festwert, denn sie hängt von der Wärmeleitfähigkeit des Bodens, der Zahl der Sonden und den Betriebsstunden im Jahr ab. Die gültige VDI 4640 Blatt 2 (Ausgabe 2019-06) legt Anlagen bis 30 kW nach der Wärmeleitfähigkeit aus. In einem Fachvortrag, den das Portal 42watt wiedergibt, stehen für reinen Heizbetrieb diese Werte.

Anordnung und Laufzeit im Jahr Boden mit 2,0 W/(m·K) Boden mit 3,0 W/(m·K)
1 Sonde, 1.200 Stunden 52,0 W/m 61,5 W/m
2 Sonden, 1.200 Stunden 48,6 W/m 58,3 W/m
2 Sonden, 2.400 Stunden 33,6 W/m 43,3 W/m
5 Sonden, 2.400 Stunden 28,3 W/m 37,3 W/m

Mehr Sonden und längere Laufzeiten senken den Wert deutlich, weil sich die Sonden gegenseitig beeinflussen und zwischen den Laufzeiten weniger Wärme nachströmt. Die Gutachter nennen ihre 25 W/m als Rechenwert für das Stadtgebiet, über ein einzelnes Grundstück ist damit nichts entschieden.

Ist die Sonde zu kurz, kühlt der Boden über die Jahre aus, die Sole kommt kälter am Gerät an, und die Wärmepumpe braucht mehr Strom. Eine zu lange Sonde kostet dagegen nur einmal mehr Geld. Deshalb legen wir die Länge gemeinsam mit der Bohrfirma aus und gehen dabei vom vorsichtigeren Wert aus, solange für das Grundstück nichts Genaueres vorliegt.

Welche Abstände muss eine Erdsonde einhalten?

In Frankfurt soll der Bohransatz 5 m von der Grundstücksgrenze entfernt liegen, und zwischen zwei Anlagen sollen 10 m bleiben. Für die Sonden innerhalb einer Anlage gelten die Mindestmaße aus dem Leitfaden des HLNUG.

Abstand Maß Quelle
Bohransatz zur Grundstücksgrenze 5 m, Sollwert Stadt Frankfurt, Erdwärmenutzung
Zwischen zwei Anlagen 10 m, Sollwert Stadt Frankfurt, Erdwärmenutzung
Zwischen Sonden bis 50 m Tiefe mindestens 5 m HLNUG-Leitfaden 2019
Zwischen Sonden über 50 m Tiefe mindestens 6 m HLNUG-Leitfaden 2019

Aus diesen Maßen folgt rechnerisch die Fläche, die ein Grundstück hergeben muss. Eine einzelne Sonde braucht 10 m von Grenze zu Grenze. Zwei Sonden über 50 m Tiefe brauchen in einer Reihe 16 m Länge, drei Sonden 22 m, jeweils bei 10 m Breite.

Im schmalen Reihenhausgarten kann die Erdsonde daran scheitern, auch wenn die Bohrtiefe gar kein Problem wäre; die Alternativen stehen unter Wärmepumpe im Reihenhaus. Beim Termin sehen wir uns außerdem an, ob das Bohrgerät auf das Grundstück kommt, wo Leitungen und Kanal liegen und welchen Weg die Soleleitung ins Haus nimmt.

Wer erteilt die Erlaubnis für die Erdwärmebohrung?

In Frankfurt erteilt sie die Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde im Umweltamt, Grundlage sind §§ 8 und 9 des Wasserhaushaltsgesetzes. Nach dem hessischen Erlass zum Gewässerschutz, der seit 01.01.2025 gilt, ist jede Sonde erlaubnispflichtig, und die Entscheidung soll binnen 3 Monaten fallen. Erdwärmesonden bis 30 kW Heizleistung laufen in Frankfurt im vereinfachten Verfahren, das deckt ein übliches Einfamilienhaus ab.

Über 100 m Tiefe wird die Bergbehörde beteiligt, nach § 127 Bundesberggesetz, und das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) muss sein Einvernehmen geben. Das dauert rund 4 bis 6 Wochen. Wir planen deshalb eher eine Sonde mehr als eine einzelne, die über diese Grenze hinausgeht.

Dass Hessen elektrische Wärmepumpen bis 1.000 kW baurechtlich freistellt, ändert am Wasserrecht nichts; die Einzelheiten stehen unter Genehmigung in Hessen. An einem Kulturdenkmal prüft das Denkmalamt bei Eingriffen ins Erdreich auch Bodendenkmäler. Außerhalb Frankfurts fragen wir bei der dort zuständigen Wasserbehörde an, zum Beispiel für ein Grundstück in Oberursel.

Bohrgerät auf Raupen im Herbstgarten, zwei Arbeiter von hinten, davor eine Rolle schwarzes Sondenrohr

Wo darf in Frankfurt nicht gebohrt werden?

In den Zonen I, II und III/A eines Trinkwasserschutzgebiets ist die Erdsonde in Frankfurt nicht erlaubnisfähig, in Zone III/B nur unter bestimmten Voraussetzungen. Zu den Gebieten gehören „Stadtwald“ und „Wasserwerk Berkersheimer Weg“, sie liegen vor allem im Süden und Nordwesten der Stadt. „Praunheim II“ ist beantragt, seine Grenzen können sich also noch ändern.

Der hessische Erlass teilt die Zonen so ein.

Einstufung Zonen Folge für die Sonde
unzulässig Wasserschutz I, II, III, IIIA; Heilquellenschutz I, II, III, III/1, A keine Einzelsonde; Ausnahmen nur für Quartiere im Einzelfall
sensibel Wasserschutz IIIB; Heilquellenschutz III/2, B nur mit hydrogeologischer Stellungnahme, wenn keine nachteilige Veränderung zu erwarten ist

Nach unserer Auswertung der amtlichen Karten fallen rund 14 % der Stadtfläche unter „unzulässig“ und rund 12 % unter „sensibel“. Das größte Gebiet ist das Wasserschutzgebiet Stadtwaldwasserwerk, für eine einzelne Wohnstraße taugen die Werte deshalb wenig. Das HLNUG beschreibt für das ganze Stadtgebiet außerdem Stockwerksbau, also mehrere übereinanderliegende Grundwasserschichten. Rund 49 % der Fläche fallen nach unserer Auswertung unter sensiblen Stockwerksbau, rund 44 % gelten als günstig.

Die Gutachter sehen hohes Potenzial in den locker bebauten Stadtrandlagen und ein eingeschränktes in Innenstadt, Altstadt und Bahnhofsviertel. Für Ihre Adresse zählt die Abfrage im Viewer GruSchu des Landes, die wir vor jedem weiteren Schritt machen. Heilquellenschutzgebiete liegen in Frankfurt derzeit keine vor. In den Taunusorten gibt es dazu keine pauschale Aussage, dort klären wir jedes Grundstück einzeln.

Was kostet die Erdwärmebohrung?

Die Erdsonde kostet im Einfamilienhaus laut ADAC 8.000 bis 16.000 € (Stand 21.07.2026), co2online setzt in seinem Modell für 130 m² Wohnfläche 16.000 € an. Meterpreise kennen wir nur als Anbieterangaben, deshalb rechnen wir hier nicht mit ihnen.

Posten Betrag Quelle und Stand
Bohrung und Sonde, Einfamilienhaus 8.000 bis 16.000 € ADAC, 21.07.2026
Sole-Anlage mit Erdsonde, Modell 130 m² 46.500 € co2online
Sole-Anlage mit Erdsonde, Marktumfrage ca. 56.000 € Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026

Das sind Marktpreise vor Förderung, keine Preise von uns. Das BBSR rechnet für Erdsonden mit mindestens 50 Jahren Nutzungsdauer und für die Wärmepumpe mit 20 Jahren, die Sonde überdauert also in der Rechnung mehr als ein Gerät. Alle Arten im Vergleich finden Sie unter Wärmepumpe Kosten.

Für den KfW-Zuschuss verlangt die Richtlinie eine Bohrfirma nach DVGW W 120-2 mit verschuldensunabhängiger Versicherung. Wir binden eine solche Firma ein und planen und bauen den Rest der Anlage; das beschreiben wir bei der Erdwärmepumpe für Frankfurt.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Geht es auch ohne Bohrung?

Was heißt das für ein Haus mit 8 kW?

Rechnerisch sind es 133 bis 240 Bohrmeter, je nachdem, mit welcher Entzugsleistung die Auslegung arbeitet.

Beispiel. Freistehendes Haus am Stadtrand mit 130 m² Wohnfläche, Heizleistung 8 kW, Jahresarbeitszahl 4 angenommen, laut Viewer außerhalb jeder Schutzzone. Bei 25 W/m ergeben sich 240 Bohrmeter, also drei Sonden je 80 m. Mit 6 m zwischen den Sonden und 5 m zu den Grenzen braucht die Reihe 22 m Länge und 10 m Breite. Bei 45 W/m wären es 133 m, also zwei Sonden, und 16 m Länge würden reichen.

Die ADAC-Spanne bis 16.000 € ist bei 240 Bohrmetern nur eine Orientierung, wir würden am oberen Ende oder darüber rechnen, bis die Bohrfirma ein Angebot vorlegt. Liegt dasselbe Haus in Zone III/A, entfällt die ganze Rechnung, und auch bei einem Garten von 8 m Breite geht die Rechnung nicht auf. Welche andere Wärmequelle dann infrage kommt, steht im Vergleich der Wärmepumpen-Arten.

Helles Mehrfamilienhaus mit Balkonen, im Hof zwei große Außengeräte auf einem Betonsockel, links ein Monteur

Was wir für die erste Einschätzung brauchen

Mit Adresse oder Lageplan, Wohnfläche und der letzten Gas- oder Ölabrechnung können wir sagen, ob sich die Frage nach der Bohrung auf Ihrem Grundstück überhaupt stellt. Der erste Termin kostet nichts, und Sie bekommen innerhalb eines Werktags eine Antwort. Tragen Sie die Angaben in das Formular ein, den Lageplan können Sie an kontakt@waermepumpe-frankfurt-am-main.de schicken.

Häufige Fragen

Wie tief ist eine Erdsonde beim Einfamilienhaus?

100 m sind in Hessen die übliche Obergrenze je Sonde, denn das Landesamt HLNUG beschreibt Sonden meist unter 100 m. Braucht das Haus mehr Bohrmeter, verteilen wir sie auf mehrere Sonden. Eine Tiefe je Stadtteil lässt sich nicht pauschal nennen.

Wie viele Meter Erdsonde braucht man pro kW Heizleistung?

16,7 m je kW ergeben sich rechnerisch bei 45 W/m und einer Jahresarbeitszahl von 4, bei den 25 W/m des Frankfurter Gutachtens sind es 30 m. Den tatsächlichen Wert legt die Auslegung für das Grundstück fest.

Brauche ich für eine Erdwärmebohrung in Frankfurt eine Erlaubnis?

Ja, grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis nach §§ 8 und 9 Wasserhaushaltsgesetz. Bis 30 kW Heizleistung läuft die Erdwärmesonde in Frankfurt im vereinfachten Verfahren.

Ist das Umweltamt für Erdwärme in Frankfurt zuständig?

Ja, zuständig ist die Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde im Umweltamt. Im Umland entscheidet die dort zuständige Wasserbehörde.

Darf man im Wasserschutzgebiet eine Erdsonde bohren?

Nein, in den Zonen I, II und III/A ist sie in Frankfurt nicht erlaubnisfähig. In Zone III/B geht es nur unter bestimmten Voraussetzungen, mit einer hydrogeologischen Stellungnahme.

Wie viel Abstand braucht eine Erdsonde zur Grundstücksgrenze?

5 m soll der Bohransatz in Frankfurt von der Grenze entfernt liegen, zwischen zwei Anlagen sollen 10 m bleiben. Ein Grundstück unter 10 m Breite hat rechnerisch keine Stelle, die den Sollwert zu beiden Seiten einhält.

Wie weit müssen zwei Erdsonden auseinander sein?

5 m bis 50 m Tiefe und 6 m bei tieferen Sonden sind das Mindestmaß nach dem Leitfaden des HLNUG von 2019.

Gilt bei Bohrungen über 100 m das Bergrecht?

Ja, über 100 m wird die Bergbehörde beteiligt, dazu kommt das Einvernehmen des Bundesamts BASE mit rund 4 bis 6 Wochen. Die meisten Sonden bleiben ohnehin unter dieser Tiefe.

Wie groß muss ein Erdkollektor sein?

150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche nennt der Bundesverband Wärmepumpe als Faustregel. Bei 130 m² Wohnfläche sind das rechnerisch 195 bis 260 m² Gartenfläche, in 1 bis 1,5 m Tiefe.

Gibt es in Frankfurt Heilquellenschutzgebiete?

Nein, derzeit liegen in Frankfurt keine vor, so steht es im Fachgutachten zum Wärmeplan. Für die Taunusorte gibt es keine pauschale Aussage, dort prüfen wir jedes Grundstück im Viewer GruSchu.

Zwei Personen am Eichentisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Tasse
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Wärmepumpe für Ihr Haus in Frankfurt am Main

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