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Altbauzimmer mit Stuckdecke und Eichendielen, unter dem Sprossenfenster ein flacher weißer Plattenheizkörper
Heizungstechnik für Frankfurt und Umgebung

Lohnt sich eine Wärmepumpe? Die Rechnung für Frankfurter Häuser

Ob sich eine Wärmepumpe in Frankfurt lohnt, hängt an Vorlauf und Zuschuss. Im Beispiel kostet der Betrieb rund 1.230 € weniger als Gas, im ungünstigen Fall nur rund 80 €.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-frankfurt-am-main.de

Eine Wärmepumpe lohnt sich, wenn die Jahresarbeitszahl um 3 oder darüber liegt und der Zuschuss den Mehrpreis gegenüber einer neuen Gasheizung deutlich senkt. Gemeint ist damit, wie viele Kilowattstunden Wärme im Jahresmittel aus einer Kilowattstunde Strom entstehen. Bei 20.000 kWh Gas im Jahr kostet der Betrieb im Beispiel mit 3,4 rund 1.230 € weniger als Gas, mit 2,6 und Haushaltsstrom nur rund 80 €.

Für eine funktionierende, jüngere Gasheizung ohne Klimabonus geht die Rechnung nicht auf, und auch in manchen Frankfurter Gründerzeithäusern raten wir von der Wärmepumpe ab. Wie sie technisch arbeitet, ist unter Wie funktioniert eine Wärmepumpe beschrieben. Im Kern ist sie eine Heizung, die mit Strom Wärme aus Außenluft, Erdreich oder Grundwasser auf Heiztemperatur bringt.

Was spart eine Wärmepumpe im Jahr gegenüber Gas und Öl?

Im Beispiel sind es gegenüber Gas zwischen rund 80 und rund 1.230 € im Jahr, gegenüber Öl rund 1.640 €. Gerechnet wird mit 90 % Kesselnutzung und den Preisen vom 01.10.2026 (BDEW), die Wartung ist nicht enthalten.

Heizung Annahme Verbrauch im Jahr Kosten im Jahr Vorteil Wärmepumpe
Gas 13,83 Cent je kWh 20.000 kWh Gas 2.770 €
Wärmepumpe Jahresarbeitszahl 3,4, Heizstrom 29,0 Cent 5.300 kWh Strom 1.540 € rund 1.230 €
Wärmepumpe Jahresarbeitszahl 2,6, Haushaltsstrom 38,9 Cent 6.900 kWh Strom 2.690 € rund 80 €
Öl rund 169 € je 100 Liter (16.10.2026) 2.000 Liter 3.380 €
Wärmepumpe Jahresarbeitszahl 3,0, Heizstrom 29,0 Cent 6.000 kWh Strom 1.740 € rund 1.640 €

Der Abstand zwischen den beiden Gas-Vergleichen entsteht aus zwei Dingen zugleich, schlechter Effizienz und teurerem Strom. Der Heizspiegel 2026 nennt laut ADAC für 130 m² bei Gas 1.930 € und bei der Wärmepumpe 1.300 € im Jahr, liegt also im selben Bereich. Die Herleitung mit CO₂-Preis und allen Annahmen steht beim Heizkostenvergleich.

Wann ist der Mehrpreis gegenüber einer neuen Gasheizung wieder drin?

Mit 46 % Zuschuss ist der Mehrpreis im Beispiel nach rund 6 Jahren wieder drin, ohne Zuschuss nach rund 16 Jahren. Bei nur rund 80 € Vorteil im Jahr gelingt das innerhalb der Nutzungsdauer von 18 Jahren in den meisten Fällen nicht.

Beispiel. Haus mit 20.000 kWh Gas im Jahr, die alte Heizung muss ohnehin raus. Angenommen sind 36.000 € für die Luft-Wasser-Wärmepumpe und 16.000 € für eine neue Gasheizung (Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026), Antrag bis 31.01.2027, gleichbleibende Energiepreise, keine Zinsen und keine Wartung.

Zuschuss Eigenanteil Wärmepumpe Mehrpreis gegen Gas Jahre bei rund 1.230 € Vorteil Jahre bei rund 80 € Vorteil
keiner 36.000 € 20.000 € rund 16 über 18
30 % (8.400 €) 27.600 € 11.600 € rund 9 über 18
46 % (12.880 €) 23.120 € 7.120 € rund 6 über 18
70 % (19.600 €) 16.400 € 400 € unter 1 rund 5
80 % (22.400 €) 13.600 € 2.400 € weniger als Gas sofort sofort

Über 18 Jahre ergeben rund 1.230 € im Jahr rechnerisch 22.140 €, rund 80 € dagegen nur 1.440 €. Am meisten hängt an Vorlauf und Stromtarif, und beides planen wir vorab. Der Zuschuss der KfW wird nach den dort genannten Regeln gerechnet, eine Zusage ist diese Tabelle nicht.

Nicht eingerechnet ist, was bei einer neuen Gasheizung noch dazukommt. Nach § 43 Gebäudemodernisierungsgesetz müssen neu eingebaute Gas- und Ölheizungen ab 01.01.2029 zu 10 % und ab 01.01.2030 zu 15 % Biobrennstoff nutzen, ab 01.01.2035 zu 30 %. Für den CO₂-Preis gilt 2026 ein Korridor von 55 bis 65 € je Tonne, für 2027 gibt es noch kein geltendes Recht.

Lohnt sich der Tausch, wenn die Gasheizung noch läuft?

Solange die Gasheizung jünger als 20 Jahre ist, rechnet sich der Tausch im Beispiel nicht. Hier zählt der gesamte Eigenanteil, weil die neue Gasheizung als Vergleich entfällt.

Altheizung, läuft noch Eigenanteil Wärmepumpe Vorteil im Jahr Jahre bis zum Ausgleich, rechnerisch
Gas, jünger als 20 Jahre, 30 % Zuschuss 27.600 € rund 1.230 € rund 22
Gas, mindestens 20 Jahre, 46 % Zuschuss 23.120 € rund 1.230 € rund 19
Öl, 46 % Zuschuss 23.120 € rund 1.640 € rund 14

Bei einer jungen Gasheizung raten wir deshalb, die Wärmepumpe vorzubereiten und mit dem Tausch zu warten. Den Heizkörpertest an einem kalten Tag können Sie selbst machen, dann wissen Sie, was später ansteht. Bei einer Ölheizung sieht die Rechnung anders aus, und der Klimabonus gilt dort ohne Altersgrenze, sinkt aber ab dem 01.02.2027 stufenweise. Den Ablauf vom Antrag bis zum Rückbau beschreiben wir beim Heizungstausch.

Wie lange hält eine Wärmepumpe, und was kostet sie im Unterhalt?

Das BBSR setzt rechnerisch 18 Jahre für Luft-Wasser-Wärmepumpen an, 20 Jahre für Sole und Wasser. Das sind Rechenwerte des Bundesinstituts für die Nutzungsdauer von Bauteilen, keine Zusage für ein einzelnes Gerät.

Bauteil Rechnerische Nutzungsdauer (BBSR)
Luft-Wasser-Wärmepumpe 18 Jahre
Sole- und Wasser-Wärmepumpe 20 Jahre
Erdsonden mindestens 50 Jahre

Für die Wartung nennt die Verbraucherzentrale 150 bis 300 € je Jahr. In den ausgewerteten Angeboten aus Rheinland-Pfalz lag der Median bei 360 € je Wartung (196 bis 452 €). Dafür entfällt der Schornsteinfeger. In den Rechnungen oben steht die Wartung bei keiner der Heizungen, auch ein Kessel braucht sie. Was dabei geprüft wird, steht bei der Wartung.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Wärmepumpe?

Der größte Nachteil ist der Preis beim Einbau, der größte Vorteil sind niedrigere laufende Kosten bei guter Planung. Je Thema sieht das so aus.

Thema Dafür Dagegen
Anschaffung Zuschuss rechnerisch 8.400 bis 22.400 € 36.000 € gegen 16.000 € für Gas, vor Förderung
Betrieb im Beispiel rund 1.230 € weniger im Jahr bei hohem Vorlauf und Haushaltsstrom kaum Vorteil
Effizienz im Bestand Fraunhofer ISE: Mittel 3,4 bei 49 Anlagen mit Außenluft Spanne 2,6 bis 4,9; milder Winter, unsanierte Häuser keine eigene Gruppe
Strom eigener Zähler und Tarif möglich Strom kostet je Kilowattstunde deutlich mehr als Gas, Zählerschrank im Median 2.966 €
Haus kein Öltank und kein Schornsteinfeger Außengerät braucht Platz, Schall zum Nachbarn ist zu prüfen
Heizkörper ein Tausch ist nur in 23 % der Angebote enthalten je getauschtem Stück im Median 642 €

In dem Feldtest waren die Häuser bis Baujahr 1979 oft schon teilsaniert, Fenster zu 95 %, Dach zu 82 %, Außenwand zu 51 %. Daraus folgt nicht, dass ein völlig unsaniertes Haus denselben Wert erreicht. Nach den Maßstäben der Verbraucherzentrale gilt eine Anlage ab 3 als effizient und ab 3,5 als gut; mehr dazu bei der Jahresarbeitszahl.

In welchen Häusern rechnet sich die Wärmepumpe nicht?

Sie rechnet sich nicht, wenn das Haus dauerhaft einen Vorlauf über 55 °C braucht oder die Heizung noch jung ist. Daneben gibt es Lagen, in denen eine andere Lösung näher liegt.

  • Hoher Vorlauf. Ein Beispielgerät mit 9 kW erreicht bei 7 °C Außenluft einen COP von 4,48 bei 35 °C Vorlauf und 2,78 bei 55 °C. Ob sich das ändern lässt, klären wir mit dem Test bei 55 °C Vorlauf und den passenden Heizkörpern.
  • Vermietetes Haus. Die Heizkosten zahlen die Mieter, der Zuschuss bleibt bei 30 % ohne Boni. Für die Mieterhöhung gelten 10 %, höchstens 0,50 € je m² in 6 Jahren, und voll nur mit Jahresarbeitszahl ab 2,5.
  • Fernwärme. Fernwärmesatzungen bestehen in Riedberg und Preungesheim-Ost, dort klären wir vorab, was gilt. Nach dem Preisblatt Wärme Classic von Mainova wären es bei 15 kW und 20.000 kWh rechnerisch rund 3.700 € im Jahr, ältere Verträge laufen zu anderen Preisen. Wer wechselt, trägt den vollen Eigenanteil.
  • Enges Gründerzeithaus. Der Frankfurter Wärmeplan sieht für dichte Gründerzeitquartiere vorrangig Fern- und Nahwärme, das Fachgutachten nennt Platz, Immissionsschutz und Satzungen als Hürden.

Den Stand je Gebiet finden Sie bei Wärmeplan und Fernwärme. Wer mit eigenem Solarstrom rechnen möchte, sollte nicht zu viel ansetzen, denn ohne Batterie liegt die Autarkie laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei 20 bis 33 %. Näheres steht bei Wärmepumpe und Photovoltaik.

Was heißt das für Häuser in Frankfurt?

In Frankfurt passen Klima und Gasanteil zur Rechnung oben, schwieriger sind die dichte Bebauung und der Altbaubestand. Die Norm-Außentemperatur liegt im Stadtgebiet je Postleitzahl bei rund −8 bis −10 °C, das Jahresmittel an der Station Flughafen bei 11,0 °C (1991 bis 2020).

Nächte unter −10 °C gab es nach unserer Auswertung der DWD-Tageswerte 2021 zwei, 2022 drei und von 2023 bis 2025 keine. Bei 78 % der Wohngebäude läuft Gas als Heizung (Zensus 2022), und 67,8 % stammen rechnerisch aus der Zeit vor 1970. Wärmepumpen stehen bisher in rund 1 % der Wohngebäude, Erfahrungen aus dem Nachbarhaus sind also selten.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE hing die Effizienz nicht am Baualter, entscheidend war die Heizkreistemperatur. Ein Siedlungshaus der 1950er in Praunheim kann deshalb besser abschneiden als ein neueres Haus mit knappen Heizkörpern. Was das für Ihr Baujahr heißt, steht bei der Wärmepumpe im Altbau.

Doppelhaus der 1930er Jahre mit Walmdach aus roten Ziegeln und hellem Rauputz, auf der Grenze eine niedrige Hecke

So finden Sie heraus, ob die Rechnung für Ihr Haus aufgeht

Für Ihr Haus brauchen wir den Verbrauch der letzten Jahre, das Alter der Heizung und einen Blick auf die Heizkörper. Legen Sie für den ersten Termin, der nichts kostet, Ihre letzte Gasabrechnung bereit. Wir rechnen die Tabellen dann mit Ihren Werten durch, auch wenn am Ende dabei herauskommt, dass Sie noch warten sollten. Für den Termin genügt eine kurze Nachricht über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-frankfurt-am-main.de.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Ja, wenn das Haus mit höchstens 55 °C Vorlauf warm wird und die Jahresarbeitszahl um 3 oder darüber liegt. Das Baualter hatte im Feldtest des Fraunhofer ISE keinen erkennbaren Einfluss auf die Effizienz, es kam auf die Heizkreistemperatur an.

Nach wie vielen Jahren hat sich eine Wärmepumpe bezahlt gemacht?

6 Jahre sind es rund im Beispiel mit 46 % Zuschuss, gerechnet als Mehrpreis gegen eine neue Gasheizung bei rund 1.230 € weniger Betriebskosten im Jahr. Bei nur rund 80 € Vorteil im Jahr gelingt das innerhalb der Nutzungsdauer nicht.

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

18 Jahre setzt das BBSR rechnerisch für Luft-Wasser-Wärmepumpen an, 20 Jahre für Sole und Wasser, mindestens 50 Jahre für Erdsonden. Das sind Rechenwerte für die Nutzungsdauer, keine Zusage für das einzelne Gerät.

Spart eine Wärmepumpe immer Heizkosten?

Nein, im Beispiel sinkt der Vorteil gegenüber Gas auf rund 80 € im Jahr, wenn die Jahresarbeitszahl bei 2,6 liegt und mit Haushaltsstrom für 38,9 Cent je Kilowattstunde geheizt wird. Bei 3,4 und Heizstrom für 29,0 Cent sind es rund 1.230 €.

Lohnt es sich, eine funktionierende Gasheizung auszutauschen?

Nein, bei einer jüngeren Gasheizung rechnet es sich im Beispiel nicht. Mit 30 % Zuschuss bleiben 27.600 €, bei rund 1.230 € Vorteil im Jahr wären das rechnerisch rund 22 Jahre und damit mehr als die Nutzungsdauer von 18 Jahren.

Lohnt sich die Wärmepumpe für Vermieter?

Nein, über die Heizkosten nicht, denn die zahlen die Mieter. Vermieter bekommen 30 % ohne Boni, und die Mieterhöhung beträgt 10 %, höchstens 0,50 € je m² in 6 Jahren, voll nur mit Jahresarbeitszahl ab 2,5.

Zwingt mich das Gesetz zur Wärmepumpe?

Nein, mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sind seit 29.07.2026 die 65-Prozent-Pflicht und die Betriebsverbote entfallen. Neu eingebaute Gas- und Ölheizungen müssen ab 01.01.2029 steigende Anteile aus Biobrennstoffen nachweisen, zuerst 10 %.

Reicht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für den Frankfurter Winter?

Ja, ausgelegt wird im Stadtgebiet auf rund −8 bis −10 °C Norm-Außentemperatur. Nächte unter −10 °C gab es nach unserer Auswertung der DWD-Tageswerte 2021 zwei, 2022 drei und von 2023 bis 2025 keine.

Geht die Ersparnis für die Wartung wieder drauf?

Nein, nicht bei rund 1.230 € Vorteil im Jahr, denn die Verbraucherzentrale nennt 150 bis 300 € Wartung je Jahr. Im ungünstigen Fall mit rund 80 € Vorteil übersteigt die Wartung den Vorteil, wobei auch ein Gaskessel Wartung braucht.

Lohnt sich eine Wärmepumpe ohne Förderung?

Nein, im Beispiel kaum. Ohne Zuschuss kostet sie 20.000 € mehr als eine neue Gasheizung, das sind bei rund 1.230 € im Jahr rechnerisch rund 16 Jahre von 18 Jahren Nutzungsdauer.

Zwei Personen am Eichentisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Tasse
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Wärmepumpe für Ihr Haus in Frankfurt am Main

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