Rechenbeispiel: Doppelhaushälfte in Eschersheim
Beispiel. Doppelhaushälfte in Eschersheim, 130 m², 20.000 kWh Gas im Jahr, Heizlast rechnerisch rund 6,5 bis 8 kW. Der Gaskessel ist älter als 20 Jahre, die Eigentümer wohnen selbst, ihr Einkommen liegt über den Grenzen des Einkommensbonus, und der Antrag geht bis 31.01.2027 ein. Fünf Heizkörper werden getauscht, und der Zählerschrank fehlt im Angebot.
| Posten |
Betrag |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe, Median der Angebote |
34.898 € |
| Fünf Heizkörper, rechnerisch |
3.210 € |
| Zählerschrank, Median |
2.966 € |
| Summe |
41.074 € |
| Zuschuss, 46 % von 28.000 € |
−12.880 € |
| Bleibt |
28.194 € |
| Neue Gasheizung zum Vergleich, Marktumfrage |
16.000 € |
| Mehrpreis gegenüber Gas |
12.194 € |
Im Betrieb kostet Gas in diesem Haus bei 90 % Kesselnutzung 2.770 € im Jahr, ohne Wartung und zu 13,83 ct (BDEW, 01.10.2026). Erreicht die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 3,4 und läuft mit Heizstrom zu 29,0 ct, sind es 1.540 €, also rund 1.230 € weniger, und der Mehrpreis kommt rechnerisch nach rund zehn Jahren zurück.
Bei einer Jahresarbeitszahl von 2,6 und Strom zu 38,9 ct sind es 2.690 €, nur rund 80 € weniger. Dann kommt der Mehrpreis in der rechnerischen Nutzungsdauer von 18 Jahren (BBSR) nicht zurück. Der Unterschied zwischen beiden Fällen liegt vor allem am Vorlauf und am Tarif, und deshalb prüfen wir beides vor dem Angebot. Die Betriebskosten rechnen wir ausführlich unter Heizkosten Gas oder Wärmepumpe.
Wäre das Haus vermietet, gäbe es 30 % ohne Boni, also 8.400 €, und es blieben 32.674 €. Ob sich die Anlage dann noch rechnet, hängt auch an der zulässigen Mieterhöhung. Die Gesamtabwägung steht unter Lohnt sich eine Wärmepumpe.