Was bedeuten −10,1 °C für die Größe der Anlage?
Der Wert erhöht die rechnerische Heizlast ein wenig, mehr nicht. Zwischen 60388 und dem mildesten Frankfurter Wert von −8,3 °C liegen 1,8 Grad.
| Postleitzahl |
Norm-Außentemperatur |
Hinweis |
| Bergen-Enkheim (60388) |
−10,1 °C |
154 m Höhe, kältester Wert der Stadt |
| 60389 |
−9,8 °C |
146 m Höhe |
| Fechenheim (60386) |
−9,6 °C |
|
| Zum Vergleich die Innenstadt, 60313 |
−8,3 °C |
mildester Wert der Stadt |
An der Station Frankfurt/Main am Flughafen lag der tiefste Wert 2022 bei −11,5 °C und 2023 bei −6,0 °C. Nächte unter −10 °C gab es 2021 zwei, 2022 drei und von 2023 bis 2025 keine, jeweils nach unserer Auswertung der DWD-Tageswerte. Eine eigene Messreihe für Bergen-Enkheim haben wir nicht.
Mehr ins Gewicht fällt hier die Größe der Wohnungen. In Bergen-Enkheim haben 41,0 % der Wohnungen 5 und mehr Räume, stadtweit sind es 19,3 % (Frankfurter Stadtteildaten, Stand 2020). Bei 160 m² kommen mit einem Herstellerwert von 50 bis 80 W je m² für den sanierten Altbau rechnerisch 8 bis 12,8 kW zusammen, dazu 250 W je Person für Warmwasser.
Das ist ein Rahmen und keine Auslegung. Für die Förderung ist die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 ohnehin verlangt, und die rechnen wir. Einen Aufschlag für den kalten Standort brauchen Sie nicht, denn die −10,1 °C stecken schon in dieser Rechnung, und überdimensionierte Anlagen sind nach Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Fraunhofer ISE ohnehin verbreitet. Der Rechenweg steht bei der Größe der Wärmepumpe.
An den kältesten Tagen zählt die Vorlauftemperatur mehr als die Postleitzahl. Ein 9-kW-Beispielgerät erreicht laut Datenblatt bei −7 °C Außenluft einen COP von 2,63 mit 35 °C Vorlauf und nur 1,80 mit 55 °C. Deshalb lohnt sich vor dem Tausch der Blick auf die Heizkörper.