Lohnt sich der Aufpreis für Erdwärme?
Über die Stromkosten allein rechnet er sich selten. Beide Anlagen liegen über der förderfähigen Grenze von 28.000 € (Antrag bis 31.01.2027), die KfW zahlt also bei gleichem Fördersatz für beide denselben Zuschuss, und der Aufpreis bleibt voll bei Ihnen.
Beispiel. Das Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr, und der Heizstrom kostet 29,0 ct/kWh (BDEW, 01.10.2026). Die Preise stammen aus der Marktumfrage von 06/2026, die Jahresarbeitszahlen aus dem Feldtest gelten für dieses Haus als Annahme.
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Luft-Wasser |
Sole mit Erdsonde |
| Preis vor Förderung |
36.000 € |
ca. 56.000 € |
| Jahresarbeitszahl, Mittel im Feldtest |
3,4 |
4,3 |
| Strom im Jahr |
5.300 kWh |
4.190 kWh |
| Stromkosten im Jahr |
1.540 € |
rund 1.210 € |
Der Aufpreis von rund 20.000 € steht rund 330 € weniger Stromkosten im Jahr gegenüber, das wären rechnerisch rund 60 Jahre. Liegen beide am unteren Ende des Feldtests, Luft-Wasser bei 2,6 und Sole bei 3,6, sind es rund 560 € im Jahr und damit rund 36 Jahre. Die Feldtestwerte stammen allerdings aus verschiedenen Häusern, im einzelnen Haus kann der Abstand größer oder kleiner sein.
Für die Erdsonde sprechen andere Gründe. Sie braucht kein Außengerät und damit keine Schallrechnung am Nachbarfenster. Passives Kühlen ist möglich, und das BBSR rechnet bei der Sonde mit mindestens 50 Jahren, also über mehrere Geräte hinweg. Wie tief und wie lang gebohrt wird, rechnen wir unter Erdsonde Tiefe, und was wir dabei tun, steht bei der Erdwärmepumpe.
Beim Mehrfamilienhaus sieht es nicht besser aus. Für 6 Wohnungen und 420 m² rechnet ein Modell von Prognos aus dem Jahr 2022 mit 47.000 € für Luft-Wasser und 78.000 € für Sole-Wasser.